Za‘ atar

gehört zu den Lieblingszutaten meines Lieblingskochs Ottolenghi und ist, hier auf dem Foto leider ziemlich unscharf abgebildet, im letzten Spätsommer in meinem Garten eingezogen. Za’atar (arabisch), ezov (hebräisch) oder Ysop (deutsch), dem Kraut ist das egal und wichtiger noch: der Winter war ihm egal und es treibt schon neue Blätter aus.

Warum ich hier über arabischen Oregano doziere? Er wird die Zutat des Sommers in der Spinatlasagne sein.

Bis dahin kann man aber auch ruhig Oregano nehmen, ist zwar nicht halb so aromatisch, dafür kommt einfach noch etwas fein gerebbeltes Bohnenkraut dazu.

Hier ist das Rezept für die vegetarische Spinatlasagne, die ihr so gerne mögt:

Aber Achtung, man braucht mindestens drei Töpfe mittlerer Größe!

Zutaten für eine tiefe Form in halbem Backblech Ausmaß:

Lasagneblätter

Spinatschicht

ca. 700 g Tiefkühlspinat, aufgetaut

250 – 300 ml Schlagsahne (bitte keine H-Sahne)

kleiner Schuß natives Rapsöl

Salz, Pfeffer, Oregano, Bohnenkraut, Bockshornklee Samen gemahlen, Koriandersaat gemahlen, Lorbeer Blätter

Bechamelsauce

ca. 350 ml Vollmilch

1/4 Paket Butter

2 El Mehl

Salz, Lorbeer Blätter

Tomatenschicht

ca 500 g frische, rote, reife Tomaten & 1 Topf Basilikum

ca. 400 ml (größere Dose) Dosentomaten

2 El Zucker

1 El Butter

1 Schuß dunkler Balsamico

Olivenöl, Salz, Rosmarin, Oregano, Tymian

oben drauf

250 g Bergkäse am Stück

Zuerst Bockshornklee und Koriander im Topf in Öl leicht anschwitzen, Spinat hinein, umrühren, restliche Gewürze zufügen, Sahne drauf, Hitze reduzieren, umrühren, Deckel drauf.

Nächster Topf: Zucker auf den Boden streuen, bei ordentlich Hitze schmelzen lassen. Sobald er schmilzt, wird er auch schon braun, ruhig ein bisschen rühren, daß möglichst alles schmilzt, aber nicht dunkel wird. Topf vom Herd nehmen, Butter rein, Dose Tomaten rein, dabei rühren. Dann den Topf wieder auf den Herd stellen und bei mittlerer Temperatur solange rühren, bis das harte Karamell sich vollständig aufgelöst hat. Die Tomaten sollten leicht köcheln, dann können die Gewürze und Kräuter und auch das Olivenöl und der Balsamico hinein. Im offenen Topf kann es jetzt weiter köcheln.

Schnell mal nachschauen, dass der Spinat nicht ansetzt, wenn er leicht kocht, Herdplatte aus machen und den Deckel wieder drauf setzen. Das ist schonmal fertig.

Jetzt kann der Backofen auf 200 Grad vorheizen und wir uns den frischen Tomaten widmen:

Wenn sie nicht aus eigener Aufzucht stammen, unbedingt gründlich und mit warmem Wasser waschen und abtrocknen. Dann sollte der Stielansatz raus und die Tomaten in Scheiben geschnitten werden.

Schnell durch die Tomatensauce rühren und schonmal probieren, ob sie noch was braucht, auch den Spinat mal kosten.

Dann köchelt die Tomatensauce weiter vor sich hin (sollte sie eventuell angesetzt sein, was leicht passiert, weil das Karamell am Anfang so extrem heiß wird), sollte man einen frischen Topf nehmen und sie darin weiter kochen (dann werden es insgesamt vier Töpfe, die man braucht, um eine Lasagne zu machen).

Jetzt kommt die Bechamel Sauce dran: Butter schmelzen, nicht bräunen, Mehl aufstreuen, unterrühren, Lorbeerblätter und Salz zufügen, bisschen blubbern lassen. Dann den Topf vom Herd nehmen und einen Teil der Milch mit einem Schneebesen einrühren, Topf wieder auf den Herd, weiter rühren, bis die Sache dick wird, Rest Milch dazu, rühren, bis es wieder dick wird. Soße kurz vorm Pudding ist in etwa die richtige Konsistenz. Dann abschmecken, sollte es zu flüssig erscheinen noch ein bisschen köcheln lasse Dabei aber ständig rühren, das Zeug brennt sofort an!

Jetzt Käse reiben und großzügig Basilikum abzupfen und waschen.

So. Endlich ist alles bereit für die Form.

Unterste Schicht einmal Tomatensauc, nicht zu wenig, dann Lasagneplatten, dann nochmal Tomatensauche, dann Spinat, dann Lasagneplatten, dann ganz dünn Tomatensauce und die frischen Tomatenscheiben. Salzen, mit Olivenöl beträufeln, dicht mit Basilikum belegen. Wieder Lasagneplatten, dann den Rest Spinat, wenn noch was da ist, dann Lasagneplatten, dann, wenn noch was da ist, die restliche Tomatensauce und dann entweder direkt die Bechamelsauce drauf oder erst noch eine Schicht Lasagneplatten und dann, zum Schluss, den Käse drüberstreuen. Ab in den Ofen für eine dreiviertel Stunde.

Fertig.

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