Jetzt müsst Ihr ja womöglich

selber kochen. Und Ich habe keine Ahnung, ob das Liebstöckel wird überleben können.

Aber Ihr sollt ja nicht mehr unter diesem Ausnahmezustand leiden als unbedingt nötig. Deshalb habe ich beschlossen, Euch mit ein paar Ideen zum Kochen zu versorgen.

Hier also diesmal weder weitere Hiobsbotschaften, noch die Speisekarte aber ein Rezept:

Mangold & Bärlauchfrikadellen mit Kartoffelpüree

Wer einen Garten hat, weiß schon: meistens ist einjähriges Gemüse nur noch, was man bei der Ernte mit der Wurzel ausmacht. Fast alles andere übersteht die milden Winter mühelos, so wie zu Beispiel der Mangold in meinem Garten.

Vor der Blüte kann man den prima ernten und wenn um die Ecke noch irgenwo Bärlauch seine zarten Blätter aus der Erde schiebt, ist die Malzeit schon fast perfekt!

für etwa vier Portionen braucht man:

Frikadellen:

500 g Rinderhackfleisch

2 trockene Brötchen oder Brot in der gleichen Menge (super Verwendung für Brotreste, die die Kinder nur noch mit langen Zähnen essen…)

etwa ein Glas warme Milch zum Einweichen

2 Eier

eine reichliche Hand voll frischem, gut gewaschenem Bärlauch- zwei Hände voll gehen auch

2 Tl Senf

Salz, Pfeffer, gemahlene Koriandersaat

Mangold

ungefähr 1 kg frischer Mangold (es geht der mit der dicken Blattrippe, der andere ist aber aromatischer), schön gewaschen

5 – 6 El Olivenöl,

von einer Bio-Zitrone Zitronensaft & Schale

2 Tl Senf

Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, Oregano, gemahlene Koriandersaat, 1 Prise Muskatnuss gemahlen

ca 150 ml Wasser

Kartoffelpüree

1 kg Kartoffeln

100 g Butter (oder mehr, wer’s verträgt)

etwas heiße Milch

Salz

 

Zuerst das Brot möglichst klein zerkleinern, geht per Hand oder, wenn es sehr trocken ist, auch gut in der Küchenmaschine. Soviel warme Milch draufgießen, wie das Brot aufnehmen kann.

Bärlauch klein hacken (oder mit den Eiern in den Mixer geben), mit dem Brot vermengen, dann alle anderen Zutaten für die Fleischklößchen dazugeben und alles gut verkneten. Gewürze und Salz mag jeder anders, also nach Geschmack dosieren.

Die Mischung darf einen Moment ruhen, der Backofen kann vorgeheizt werden und die Kartoffeln aufgesetzt.

Wer es lieber mag, kann natürlich auch die Kartoffeln schälen (dann sollte man damit anfangen, bevor man die Frikadellen zubereitet. Kartoffeln schälen dauert und bis sie dann kochen dauert es auch…)

Aber Kartoffelbrei aus Pellkartoffeln ist sooo lecker…

Jetzt ein tiefes Backblech nehmen und den schön gewaschenen Mangold darauf verteilen. Zitrone gut und warm abwaschen und trockenreiben, dann Schale über den Mangold reiben. Den Zitronensaft mit Senf, Öl und Gewürzen verrühren, abschmecken (sollte nicht zu sauer sein, wenn doch noch mehr Öl) und auch über dem Mangold verteilen.

Dann Frikadellen formen und auf den Mangold legen und dann noch das Wasser rundrum angießen und ab in den Ofen damit. Etwa eine halbe Stunde bei etwa 200 Grad, bzw. wenn das Fleisch braun wird Ofen auf 100 Grad runterstellen, bis die Kartoffeln aus der Pelle und gestampft sind.

Man kann ruhig zwischendurch den Mangold ein bisschen wenden, damit die oberen Blätter nicht braun und trocken werden. Bei Bedarf auch noch etwas Wasser zugießen (falls das mit den Kartoffeln doch irgendwie länger dauert als geplant).

Wenn die Kartoffeln gar und aus der Schale sind, die Butter in kleinen Stückchen darauf verteilen, salzen und heiße Milch angießen. Dann stampfen und Milch nachgießen bei Bedarf.

Fertig!

 

 

 

 

 

2 Gedanken zu „Jetzt müsst Ihr ja womöglich“

  1. Hallo,

    Warum bieten Sie nicht „togo-Essen“ an? Wir haben heute noch mit Kollegen darüber gesprochen. Es arbeiten noch etliche Leute in der City und die Auswahl an Mittagessen ist jetzt extrem eingeschränkt. Mangi-Mangi macht auch weiter. Wir Verbliebenen, die kein Home-Office haben, würden sich freuen. Bleiben Sie gesund.

    Viele Grüße, Melanie Schulz

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  2. Liebe Frau Schulz,

    danke für Ihre Anteilnahme! Das mit Essen togo habe ich auch schon überlegt, aber um die Auflagen zu erfüllen, müßte ich quasi aus der Tür verkaufen und ich bräuchte etwas Sicherheit, dass nicht morgen wieder alles anders ist. Zudem ist der Umsatz so massiv zurück gegangen, dass ich ohnehin nichts mehr verdiene…

    Herzliche Grüße

    Friederike Schardt

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